Pressemitteilung Finanzberichte
28.04.2020|Geschäftsverlauf im 1. Quartal 2020 stark geprägt durch Corona-Krise​​​​​​​

DMG MORI stärkt Zukunftsfeld Digitalisierung

  • Auftragseingang erreicht 440,2 Mio € (Vorjahresquartal: 708,3 Mio €)
  • Umsatz liegt bei 458,0 Mio € (Vorjahresquartal: 629,2 Mio €)
  • EBIT beträgt 25,3 Mio € (Vorjahresquartal: 50,4 Mio €)
  • EBIT-Marge erreicht 5,5% (Vorjahresquartal: 8,0%)
  • Free Cashflow beläuft sich auf -36,7 Mio € (Vorjahresquartal: 31,5 Mio €)​​​​​​​

Bielefeld // Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist unter weltweit massiv erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen in das Geschäftsjahr 2020 gestartet. Der Maschinenbau musste starke Einbußen und Produktionsausfälle aufgrund der Corona-Pandemie hinnehmen. Auch DMG MORI konnte sich den Folgen der globalen Virusverbreitung nicht entziehen. Entsprechend geprägt war der Geschäftsverlauf im ersten Quartal: Der Auftragseingang erreichte 440,2 Mio €. Der Umsatz lag in den ersten drei Monaten bei 458,0 Mio €. Das EBIT betrug 25,3 Mio €. Der Free Cashflow belief sich auf -36,7 Mio €.

Vorstandsvorsitzender Christian Thönes: „2020 ist ein Ausnahmejahr: Pandemie plus globale Konjunkturschwäche, geopolitische Unsicherheiten, industrieller Strukturwandel. In dieser schwierigen Zeit halten bei DMG MORI alle eng zusammen. Mit der strategischen Ausrichtung unserer Zukunftsfelder in den vergangenen Jahren lagen wir genau richtig. Gerade jetzt gewinnt die Digitalisierung an Fahrt.“

Auftragseingang //

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief im ersten Quartal 2020 aufgrund der schwachen Weltkonjunktur und schnellen Verbreitung des Corona-Virus signifikant rückläufig. DMG MORI verzeichnete mit 440,2 Mio € einen Auftragseingang, der erwartungsgemäß deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau lag (-38%; 708,3 Mio €). Die Aufträge aus dem Inland beliefen sich auf 143,3 Mio € (Vorjahr: 229,0 Mio €). Die Auslandsbestellungen betrugen 296,9 Mio € (Vorjahr: 479,3 Mio €). Der Auslandsanteil lag bei 67% (Vorjahr: 68%).


Umsatz //

Der Umsatz lag – beeinflusst durch die Corona-Krise – bei 458,0 Mio € (-27%; Vorjahr: 629,2 Mio €). Der Rückgang ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Maschinen aufgrund internationaler Grenz- und kundenseitiger Fabrikschließungen sowie Engpässen bei Transport und Logistik nicht mehr ausgeliefert werden konnten. Die Exportquote belief sich auf 64% (Vorjahr: 68%).


Auftragsbestand //

Am 31. März 2020 betrug der Auftragsbestand 1.160,8 Mio € (31.12.2019: 1.197,4 Mio €) – eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich fünf Monaten. Eine proaktive Maßnahme im Kampf gegen die weitere Virusverbreitung ist die bis Ende April geplante temporäre Teil-Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Servicegesellschaften. Die Wiederaufnahme von Produktion und Montage soll plangemäß zum 4. Mai 2020 erfolgen.

Das von Vorstand und Arbeitnehmervertretern gemeinsam erarbeitete Maßnahmenpaket zum Gesundheitsschutz und zur Beschäftigungssicherung ermöglicht ein geordnetes Vorgehen sowie flexibles Anpassen der Produktionskapazitäten. DMG MORI leistet so einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen COVID-19 und will Beschäftigung in einer Phase sichern, in der die Nachfrage einbricht, viele Unternehmen ihre Produktion stoppen und Risiken in den Lieferketten zunehmen.


Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage //

Auch die Ertragslage steht im Zeichen der Corona-Folgen: Das EBITDA betrug 43,2 Mio € (Vorjahr: 73,3 Mio €). Das EBIT erreichte 25,3 Mio € (Vorjahr: 50,4 Mio €). Die EBIT-Marge lag bei 5,5% (Vorjahr: 8,0%). Das EBT belief sich auf 24,8 Mio € (Vorjahr: 49,2 Mio €). Der Konzern weist zum 31. März 2020 ein EAT von 17,2 Mio € aus (Vorjahr: 34,7 Mio €). Der Free Cashflow liegt mit -36,7 Mio € deutlich unter dem Vorjahresquartal (31,5 Mio €).


Mitarbeiter //

Am 31. März 2020 waren 7.181 Mitarbeiter, davon 306 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2019: 7.245). Zum Ende des ersten Quartals arbeiteten 4.421 Mitarbeiter (62%) bei unseren inländischen und 2.760 Mitarbeiter (38%) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand betrug 141,0 Mio € (Vorjahr: 155,0 Mio €).


Forschung und Entwicklung //

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Quartal 13,7 Mio € (Vorjahr: 13,9 Mio €). Mit Dynamik und Exzellenz entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Zur Hausausstellung in Pfronten präsentierten wir zu Jahresbeginn auf mehr als 7.500 m² 45 Hightech-Maschinen, vier Weltpremieren, 15 Automatisierungslösungen sowie die durchgängige Digitalisierung der gesamten Prozesskette. Im Fokus standen DMG MORI Connectivity – die durchgängige Konnektivität im Standard aller Maschinen, das CELOS Update von allen bestehenden Versionen und TULIP als einfacher Einstieg in die Digitalisierung. Große Resonanz fand das neue Kundenportal „my DMG MORI“: Innerhalb weniger Monate haben sich 12.000 Kunden mit über 40.000 Maschinen registriert – bis Ende 2020 werden es rund 25.000 Kunden mit über 100.000 Maschinen sein.
Digitalisierung verändert die Welt und Arbeitsformen. Dies wird durch die Corona-Krise nochmals beschleunigt. Die aktuellen Veränderungen sehen wir als Chance, um gemeinsam mit Mitarbeitern, Kunden, Partnern und Lieferanten das digitale Zeitalter auf allen Ebenen voranzutreiben. Für DMG MORI bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten: intern durch die Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette und Unternehmensprozesse – extern durch ein exklusives Angebot digitaler Produkte und datenbasierter Services mit messbarem Kundennutzen.


Ausblick 2020 //

2020 ist ein Ausnahmejahr. Die Corona-Krise hat in ihrem Ausmaß alle überrascht. Die massiven Folgen für die Weltwirtschaft zeigen sich im Einbruch der Nachfrage, Abbruch von Lieferketten und Produktionsstillständen. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll 2020 laut jüngster April-Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics um -28,3% auf 52,3 Mrd € einbrechen (Oktober-Prognose: -0,6%). Die USA (-41,3%), China (-34,0%), Italien (-32,5%), Japan (-31,9%) und Deutschland (-30,1%) sollen am stärksten betroffen sein. Die Auswirkungen der Corona-Krise sind noch nicht in vollem Umfang berücksichtigt. Eine Anpassung der Verbandsprognose erfolgt im Oktober.

Dauer und negative Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit weder für die Gesamtwirtschaft noch Industrie absehbar. Aufgrund der völlig geänderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird auch DMG MORI – im Vergleich zu den Rekordwerten 2019 – gravierende Einbußen bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis hinnehmen müssen. Der im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichte Ausblick ist damit nicht aufrechtzuerhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir für das Geschäftsjahr 2020 keine belastbare Prognose abgeben. Sobald eine gesicherte Einschätzung zu den Folgen von COVID-19 auf den Geschäftsverlauf möglich ist, erfolgt eine Aktualisierung der Prognose 2020. DMG MORI arbeitet mit vollem Einsatz daran, die Krise zu überwinden und insbesondere die strategischen Zukunftsfelder weiter zu stärken.

AKTUELL // Informationen zur Hauptversammlung

Die mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger vom 21. April 2020 für Freitag, 15. Mai 2020, einberufene 118. ordentliche Hauptversammlung wird erstmals virtuell durchgeführt. Die Bild- und Tonübertragung der gesamten Hauptversammlung wird ebenso wie die Stimmrechtsausübung und Vollmachtserteilung der Aktionäre digital ermöglicht. Für DMG MORI hat die Gesundheit Vorrang. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT setzt als eines der ersten, börsennotierten Unternehmen gesetzliche Neuregelungen für das Jahr 2020 um und damit auch im Kapitalmarkt ein Zeichen pro Digitalisierung.


DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand

Disclaimer, Hinweis zu den zukunftsbezogenen Aussagen

Disclaimer, Hinweis zu den zukunftsbezogenen Aussagen

Zukunftsbezogene Aussagen //

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Ein­schätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorher­sage unzutreffend wird. Sollten Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garantie oder Zusicherung der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. 


Es gibt zwei Unternehmen die unter „DMG MORI“ firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIEN­GESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Diese Meldung bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in dieser Meldung von „DMG MORI“ die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der „Global One Company“ die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der
DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.

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